KONZEPT                           

     

    1  Der Träger
    Träger ist die Haus Marienfeld GmbH, Thelenstraße 23-31, 53804 Much-Marienfeld,
    Telefon: 02245/606-0, Fax: 02245/60666 Handelsregister Siegburg HRB 1461.
    1 Leitung
    Geschäftsführender Gesellschafter ist Wolfgang Kaulfuß, Auf dem Steinchen 16, 53804 Much.
    Die laufenden Geschäfte der Haus Marienfeld GmbH werden durch den Geschäftsführer wahrgenommen.
    Die therapeutischen und pflegerischen Bereiche werden durch eine pädagogische Leitung abgedeckt.
    2  Leitbild, Konzeptionelle Grundgedanken und Grundhaltungen
    2.1 Unsere Vision
    Unsere Aufgabe ist die Förderung, Betreuung und Versorgung geistig und mehrfach behinderter Menschen, die sich uns anvertraut haben. Unsere Aufgabe ist es, eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und die behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern. Diesen Auftrag erfüllen wir durch eine ganzheitliche Betreuung nach dem Normalisierungsprinzip im Geiste unserer humanistischen Tradition und Identität.
    2.2 Unser Umgang mit Bewohnern
    Die Bewohner des Haus Marienfeld sind im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir begleiten sie nach den aktuell gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Individuelle Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner und ihrer Angehörigen / Betreuer beziehen wir in unsere Arbeit ein.
    Wir begegnen jedem Bewohner, gleich welcher Herkunft oder welcher Religion, mit Wertschätzung und Respekt.
    Wir bieten durch Tagesstruktur Orientierung und Sicherheit, damit die Gestaltung des persönlichen Umfeldes gelingt. Ziel ist es, die Förderung so zu gestalten, dass das höchstmögliche Maß an selbstbestimmten Leben möglich wird oder erhalten bleibt.
    2.3 Unsere Handlungsweise
    Wir übernehmen Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern, dem Gemeinwesen sowie der Umwelt zur Sicherung einer gemeinsamen Zukunft.
    Wir arbeiten am Prozess des systematischen Qualitätsmanagement, um Handlungsabläufe und Ergebnisse unserer Arbeit zu sichern und zu verbessern.
    Wir fördern die Motivation unserer Mitarbeiter, indem wir Entscheidungsgründe transparent machen, Verantwortung übertragen und Leistung anerkennen.
    Wir bieten sichere und interessante Arbeitsplätze und verlangen von unseren Mitarbeitern Engagement für die Belange der uns anvertrauten Bewohner.
    Wir wissen, dass Wirtschaftlichkeit Grundbedingung für die Zukunftsfähigkeit unserer Einrichtung ist. Deshalb gehen wir verantwortungsvoll mit unseren personellen und materiellen Ressourcen um und sind aufnahmebereit für Innovationen.
    Es gelingt daher auch die Kooperation mit anderen Einrichtungen in der Behindertenhilfe und mit Nachversorgern im Gesundheitswesen, dass unabdingbare Voraussetzung der Versorgung unserer Bewohner ist.
    2.4 Unser Umgang miteinander
    Unser Umgang miteinander ist geprägt von Ehrlichkeit, Offenheit und der Bereitschaft zur Kooperation.
    Konflikten begegnen wir konstruktiv und lösungsorientiert. Wir arbeiten teamorientiert und unterstützen uns gegenseitig bei der Bewältigung unserer täglichen Aufgaben.
    Bei uns arbeiten Menschen mit hoher fachlicher wie sozialer Kompetenz. Wir fördern und fordern die Bereitschaft, sich fort- und weiterzubilden und engagieren uns in der Ausbildung des Nachwuchses. Veränderungsbereitschaft und Offenheit für Innovationen sind für uns selbstverständlich.
    Unser Arbeitsstil ist getragen von Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft und einem hohen Maß an Selbtständigkeit.
    Für unseren Umgang miteinander haben unsere Führungskräfte eine besondere Vorbildfunktion. Dieser Rolle sind sie sich bewusst und werden ihr gerecht.
    3  Zielgruppen
    3.1 Antragsteller des LT 10

    Wohnangebote für Erwachsene mit geistiger Behinderung und hohem sozialen Integrationsbedarf
    Zielgruppe des LT 10 sind erwachsene Menschen mit geistigen Behinderungen und
    weiteren Beeinträchtigungen, deren soziale Integration erheblich und dauernd gestört ist und die dauerhaft auf stationäre Betreuung angewiesen sind.
    Das Angebot richtet sich im Sinne der Sozialhilfe als Kostenträger und Vorgabe des SGB XII – Eingliederungshilfe an volljährige Personen, die nicht in der Lage sind, auch bei regelmäßiger Betreuung und Beratung ihren Lebensbereich weitgehend selbstständig zu gestalten.
    Im Schwerpunkt des Betreuungsbedarfes stehen i.d.R. die fehlende oder gering ausgeprägte Integrationsfähigkeit, selbst- und fremdaggressives Verhalten, ausgeprägte Rückzugstendenzen, Verstimmungszustände, auf Ablehnung stoßende Verhaltensweisen.
    3.2 Antragsteller des LT 12
    Wohnangebote für Erwachsene mit komplexen Mehrfachbehinderungen
    Zielgruppe des LT 12 sind erwachsene Menschen mit mehrfachen Behinderungen (im Sinne der Eingliederungshilfeverordnung), die eine nach Art und Intensität besonderen Betreuungsbedarf haben. Der Schwerpunkt des Hilfebedarfes liegt in der heilpädagogischen und pflegerischen Betreuung.
    Das Angebot richtet sich im Sinne der Sozialhilfe als Kostenträger und Vorgabe des SGB XII – Eingliederungshilfe an volljährige Personen, die nicht in der Lage sind, auch bei regelmäßiger Betreuung und Beratung ihren Lebensbereich weitgehend selbstständig zu gestalten.
    Die Personen der Zielgruppen LT 10 und LT 12 sind dauerhaft und umfassend auf Hilfen angewiesen, und zwar:
    - bei der individuellen Basisversorgung
    - bei der Haushaltsführung
    - bei der Gestaltung sozialer Beziehungen
    - bei der Tagesgestaltung
    - bei der Freizeitgestaltung
    - bei der Kommunikation
    - im psychosozialen Bereich
    - im medizinischen und psychotherapeutischen Bereich
    - im pflegerischen Bereich
    - in der Schule, Ausbildung, Arbeit.
    4  Zielsetzung
    Der benötigte schützende Rahmen der stationären Wohnform soll ein Milieu von Vertrauen und Sicherheit schaffen und damit an sich schon hilfreich wirken.
    Er wirkt durch:
    •Atmosphäre und Präsens
    •Die Option jederzeit Hilfe zu bekommen, falls diese erforderlich ist
    •Die Möglichkeit Menschen ansprechen zu können
    •Teilhabe am Alltag, Wahrnehmung und Beobachtung der anderen
    •Einfaches Dabeisein, Dazugehörigkeit; Angebote zu bekommen, auch wenn man sie dazu nutzt, sie abzulehnen
    •Individueller Lebensrhythmus, individuelle Tagesstruktur
    •Orte der Begegnung, Gemeinschaft, Sicherheit und verlässliche Strukturen
    Erste Zielsetzung ist:
    •Teilhabe zu gewährleisten
    •Psychische Stabilität zu erreichen
    •Individuelle Basisversorgung gewährleisten
    •Alltägliche Lebensführung begleiten
    •Soziale Beziehungen unterstützen
    •Freizeit zu gestalten
    Zweite Zielsetzung (Therapieziel) ist, Menschen mit geistiger Behinderung in ihrer Tagesstruktur und ihrem Alltag so zu unterstützen und zu begleiten, dass sie in der Zukunft selbstständiger in ihrem Wohn- und Lebensumfeld leben können.
    Dritte Zielsetzung:
    Es soll die Anschlussfähigkeit für Arbeit und Beschäftigung geschaffen werden, in der eine möglichst selbstständige Lebensführung mit möglichst geringer Fremdhilfe in den Bereichen der ersten Zielsetzung möglich ist.
    5  Therapeutisches Konzept
    In den Wohngruppen leben erwachsene Menschen in einem räumlich familiär strukturierten Rahmen.
    Schwerpunkte unserer Arbeit:
    •Gemeinsame Planung und Gestaltung des Lebensraumes im eigenen Wohnraum und den Gemeinschaftsräumen
    •Hinführen zur eigenverantwortlichen Körper- und Gesundheitspflege
    •Einüben von lebenspraktischen Fertigkeiten und hauswirtschaftlichen Verrichtungen
    •Hilfestellung bei der Selbstwahrnehmung, Identitätsfindung und Lebensbewältigung
    •Auseinandersetzung mit der eigenen Behinderung und mit Vorurteilen Außenstehender
    •Hilfe bei der Entwicklung einer individuellen Lebensperspektive unter Einbeziehung der gesetzlichen Betreuer und unter Berücksichtigung der Möglichkeiten und Grenzen des Einzelnen, mit dem Ziel der größtmöglichen Lebensqualität
    •Unterstützung beim Umgang mit Hilfsmitteln und Medien
    •Unterstützung der nonverbalen Kommunikation und anderer Modelle
    •Vorbereitung auf Eingliederung in die Werkstatt für behinderte Menschen
    •Tagesstrukturierende Maßnahmen
    •Planung und Gestaltung der Freizeit
    •Bei allen Hilfen sind Rahmenbedingungen erforderlich, die sich an der Normalität der individuellen Lebensführung der Betroffenen, insbesondere der Wahrung ihrer Intimsphäre bis hin zu ihren sexuellen Bedürfnissen orientieren.
    •Bei dem Wunsch eine Lebenspartnerschaft zu führen, bieten wir Unterstützung.
    6  Kosten der Maßnahme
    Der Träger hat mit dem zuständigen überörtlichen Sozialhilfeträger einen Rahmenvertrag nach § 79 SGB XII über Erbringung und Vergütung der Leistung abgeschlossen.
    Der Kostenträger kommt für die Kosten der Maßnahmen in Form einer Leistungspauschale für den einzelnen Berechtigten an die Einrichtung auf.
    7  Leistungen
    Die Leistungen bestehen aus den in der Zielsetzung bereits beschriebenen Begleitung und Befähigung zur schrittweise selbstständigen Übernahme von Verantwortung durch den Bewohner, vorrangig in den Bereichen psychische Stabilität, alltägliche Lebensführung und soziale Beziehungen.
    Die Wohngruppen des Haus Marienfeld fallen unter die Eingliederungshilfe im Sinne des § 53 SGB XII. Es werden 106 Menschen mit geistiger Behinderung, körperlichen Behinderungen und psychischen Erkrankungen betreut und begleitet.
    Die notwendigen Hilfen werden gemeinsam mit dem Bewohner individuell und personenzentriert mit Hilfe des IHP (Individueller Hilfeplan) und den tagesstrukturierenden Maßnahmen der Gruppe geplant und durchgeführt.
    Grundsätzlich hat jeder Bewohner die Möglichkeit auf Ergo- und Beschäftigungstherapie im Rahmen des LT 23.
    Eine geeignete Eingliederung in den LT 24 ist ebenfalls möglich.
    Eine zusätzliche Leistung der Einrichtung ist die Vermittlung und Unterstützung bei der Arbeitsaufnahme durch den LT 25 in die WfbM Much–Bövingen.
    8  Einzugs- und Auszugsverfahren
    8.1 Aufnahmeverfahren
    Aufgenommen werden vorrangig Personen aus dem Rhein-Sieg-Kreis auch auf Empfehlung und Beratung der KoKoBe Rhein-Sieg.
    Aufgenommen werden Personen des Leistungstyps LT10 und LT12.
    Interessierte Personen erhalten Informationsmaterial über unsere Einrichtung. Im Gegenzug erhalten wir Informationen zur Erstellung eines individuellen und personenzentrierten Hilfeplans.
    Als nächster Schritt folgt ein Informationsgespräch mit dem Ziel der Abklärung, ob der Bedarf des Interessenten und das Angebot der Einrichtung übereinstimmen. Ist dies der Fall, erhält der Interessent einen Platz auf der Warteliste der Einrichtung, über deren Stand er regelmäßig informiert wird.
    Vor dem Einzug kommt es nochmals zu einem Gespräch mit Klärung der wichtigsten Aufträge für die Umsetzung des Umzugs; falls möglich, bereits mit einer Individuellen Hilfeplanung.
    1.Gespräch mit Hausinformation vor Ort
    2.Besuche beim Interessenten durch unsere Mitarbeiter
    3.Heimvertrag mit Leistungsbeschreibung wird zur Verfügung gestellt
    4.Der zukünftige Bewohner wir dem Beirat vorgestellt
    5.Endgültiges Aufnahmegespräch mit Abschluss des Heimvertrages
    8.2 Auszug / Umzug
    Bei Kündigung oder Änderung des Heimvertrages erfährt der Bewohner im Rahmen seiner Betreuung eine entsprechende Unterstützung für die Bewältigung seiner neuen Lebensumstände.
    8.3 Besuche
    Unsere Hilfeangebote sind so gestaltet , dass die Kontakte in der Familie, im Freundeskreis und im sozialen Umfeld erhalten und gepflegt werden können, beziehungsweise dass entsprechende soziale Bezüge neu entstehen.
    Die Gestaltung der Kontakte der Bewohner zu Familie, Freundeskreis und sozialem Umfeld ist wesentlicher Teil in unserer Hilfeplanung. Somit gewährleisten wir die Teilhabe der Bewohner am sozialen Leben.
    Eine begrenzte Besuchszeit ist nicht vorgesehen. Zentrale Ansprechpartner stehen zu den ausgewiesenen festen Sprechzeiten und auf besondere Vereinbarung zur Verfügung.
    8.4 Krankenhausaufenthalt
    Bei Krankenhausaufenthalt wird von uns die individuell notwendige Unterstützung gewährleistet.
    9    Kooperation
    Das Haus Marienfeld kooperiert auf Trägerebene im Gremium „Mendener Kreis“. Weiter gestalten wir die Zusammenarbeit auf Projektebene mit der Einrichtung Webersbitze und der Lebensgemeinschaft Eichhof. Angegliedert findet die Zusammenarbeit mit den KoKoBe’s Rhein-Sieg und Oberberg statt.
    Gremienarbeit ist nicht nur die Vertretung unserer Einrichtung nach außen, sondern bedeutet auch aktives Mitgestalten in der Region und im Landkreis.
    10   Organisation
    10.1 Infrastruktur
    Die Gemeinde Much liegt im bergischen Land, unweit der Autobahn A4 mit Verkehrsanbindungen an Köln, Bonn, Siegburg und Overath.
    Much prägt mit seinen 114 Dörfern und Weilern die Siedlungsstruktur der Gemeinde und zählt 14900 Bürger. Much ist eine der ältesten Siedlungen des Bergischen Landes. Das bezeugen eindrucksvoll die Burg Overbach aus dem12. Jahrhundert sowie der historische Ortskern mit der weithin sichtbaren
    St. Martinus-Kirche und den Fachwerkbauten.
    Das Haus Marienfeld befinden sich im Ortsteil Marienfeld, einer dörflichen Wohngegend, mit 1120 Einwohnern. Die Ortschaft Marienfeld selbst verfügt über Grundschule, Kindergarten, Kirche, Jugendheim, Bäckerei, Schreibwarengeschäft, und Schreinereien, Speditionsunternehmen, Taxiunternehmen, Haushaltwarengeschäft, Gaststätten, Bank, Poststelle, Friseur verschiedene Sportanlagen und Kinderspielplatz.
    Die Einrichtung liegt in der Thelenstraße, mit Fußgängerweg in verkehrsberuhigter Zone. Unmittelbar vor der Einrichtung befindet sich eine Bushaltestelle.
    10.2 Wohnqualität
    Die gesamt Einrichtung ist barrierefrei.
    Die Leistungen werden in Form von stationär betreutem Wohnen im Einzelzimmer und Doppelzimmer angeboten.
    Die Wohngruppen verfügen über eine ausreichende Zahl von Räumen für therapeutische Zwecke und zur Freizeitgestaltung. Es stehen flächendeckend Fernseh- und Internetanschlüsse zur Verfügung.
    Es sind behindertengerechte Sanitärräume wie Pflegebad und Toiletten vorhanden.
    10.3 Wohnqualität der Zimmer
    Ein Einzelzimmer verfügt mindestens über eine Wohnfläche von 14 Quadratmeter mit bewohnergerechtem Sanitärbereich.
    Ein Doppelzimmer verfügt mindestens über 24 Quadratmeter Wohnfläche mit bewohnergerechtem Sanitärbereich.
    Die Ausstattung der Zimmer mit persönlichem Mobiliar ist möglich.
    Jedes Zimmer verfügt über eine Rufanlage.
    10.4 Sonstige Ausstattung
    Die Einrichtung verfügt über ein entsprechend ausgestattetes Krisenzimmer.
    Es stehen zwei Betten- und ein Personenaufzug zur Verfügung. Im gesamten Hausbereich verteilen sich diverse Sonnenterrassen
    Drei unabhängige Heizungsanlagen und mobile sowie stationäre Klimageräte sichern ein bewohnergerechtes Raumklima.
    Im Außenbereich der Einrichtung sind Rasenflächen nutzbar, die Bänke und Sitzgruppen mit Tischen bieten. Verschiedene Angebote für therapeutisches Spiel und Freizeitaktivitäten sind möglich.
    Die Einrichtung verfügt über einen großräumigen gepflasterten Parkplatz mit Beleuchtung.
    Neben der allgemeinen umfassenden behindertengerechten Einrichtung des Hauses stehen dem Betreuungsteam moderne Arbeitsmittel wie Funkrufsysteme, computernetzgestützte Verwaltung und Dokumentation, behindertengerechte Fahrzeuge, temperaturregulierte Warmwasserversorgung, technische Pflegehilfsmittel, Brandmeldeanlage, Funksysteme, Lautsprecherrundruf, etc. zur Verfügung.
    10.5 Personelle Ausstattung
    Die Betreuung der Bewohner erfolgt durch qualifiziertes pädagogisches und
    hauswirtschaftliches Personal. Im Falle von Pflegebedürftigkeit ist die Unterstützung durch Pflegefachkräfte gewährleistet.
    Die Betreuung der Bewohner wird durch Dienstplanung und entsprechende Dokumentation umfassend sicher gestellt.
    10.6 Fortbildung
    Fort- und Weiterbildung werden über das Maß der gesetzlich geforderten Fortbildungen (z.B.: Geräteeinweisungen, Ersthelferlehrgänge, Hygienefachkraft, HACCP,  Brandschutzübungen, Sicherheit, Arbeitsschutzgesetz, Infektionsschutzgesetz, etc.) hinaus ebenso für den, durch die spezielle Belange des Klientel geforderten Bereich, regelmäßig durchgeführt.
    Schulungen aus den Themenbereichen:
    Teilhabe und Eingliederung, Stressmodelle, Devianz-Modell, Kommunikation, Grundhaltung,  Teamförderung, Bewusstseinsbildung, IHP-Verfahren, Juristischer Hintergrund, EDV-Einsatz, Organisation, Lebensgestaltung, Führung, Rehabilitation, Behindertenbetreuung, Aktivierende Betreuung, Sterbebegleitung, Dokumentation, Praxisanleitung, sind für uns selbstverständlich.
    10.7 Hauswirtschaftliches Konzept
    Die Aufgaben im hauswirtschaftlichen und technischen Bereich gliedern sich auf in:
    10.7.1 Verpflegung
    Im Rahmen einer sechswöchigen Vorschau wird ein wöchentlicher Speiseplan mit 3 verschiedenen Wahlmenüs angeboten.
    Grundsätzlich werden täglich 5 Mahlzeiten angeboten.
    Die Speisen werden im eigenen Haus zubereitet und bevorzugt als Warmkost gemeinsam in den Speise- und Gruppenräumen im Rahmen der therapeutischen Gruppen eingenommen. Auf Wunsch des Bewohners kann das Essen auch im Zimmer eingenommen werden.
    Von der Beteiligung an gemeinschaftlichen Essen im Gruppenraum, bis zum Essen im persönlichen Bereich gibt es weitere Möglichkeiten, die den individuellen Ansprüchen weitgehend Rechnung tragen.
    Durch den Behinderungsgrad mancher Bewohner entsteht ein Anspruch auf spezielle Sonderkostformen.
    Bei Bedarf wird angeboten:
    Cholesterinarme Kost, Vegetarische Menüs, wertberechnete Sonderkost zur gewichtskontrollierenden Ernährung, religiös motivierte Kostformen, etc.
    Die Umsetzung produkt- und prozessspezifischen Maßnahmen zur Vermeidung von Gesundheitsgefahren nach den Prinzipien des HACCP-Konzeptes wird durch entsprechend geschulte Mitarbeiter gewährleistet.
    Die notwendige Versorgung mit Getränken (Wasser, Tee, etc.) ist sichergestellt.
    Bei der Zubereitung der Mahlzeiten werden die Bewohner nach persönlichen Fähigkeiten eingebunden.
    Für den Trainingsbereich stehen Trainingsküchen zur Verfügung, in der sich die Bewohner hauswirtschaftliche Fähigkeiten aneignen, vertiefen und üben können.
    10.7.2 Wäscheversorgung
    Nach Bedarf oder Wunsch stellt die Einrichtung den Bewohnern die gesamte Bett- und Frotteewäsche zur Verfügung. Die anfallende Wäsche, ausgenommen nicht waschbare Textilien, wird in der wohnheimeigenen Wäscherei gewaschen und nach Möglichkeit instand gehalten.
    Die gesamte Wäsche muss namentlich gekennzeichnet sein, was durch hauswirtschaftliches Personal erfolgt.
    Auf Wunsch und im Rahmen der Verselbstständigung werden die Bewohner bei der Versorgung ihrer privaten Wäsche mit eingebunden. Für den Trainingsbereich stehen haushaltsübliche Geräte zur Verfügung.
    10.7.3 Reinigung
    Die Reinigung der Einrichtung wird grundsätzlich von hauswirtschaftlichem Fachpersonal durchgeführt. Im Rahmen des Selbstständigkeitstrainings kann der persönliche Bereich, wenn nötig unter Anleitung der Mitarbeiter, von den Bewohnern entsprechend ihren Fähigkeiten selbst gereinigt werden.
    10.7.4 Gestaltung
    Eine wohnliche Atmosphäre ist eine grundlegende Voraussetzung zum Wohlbefinden der Bewohner unseres Hauses. Dies bedingt eine jahreszeitgerechte Ausgestaltung der allgemeinen Räume und des Umfeldes.
    Gleichzeitig bietet eine gepflegte Gartenanlage für unsere Bewohner eine Ruhe- und Rückzugsmöglichkeit.
    10.7.5 Haustechnik
    Für die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen und Pflege der Außenanlagen stehen der Einrichtung die Mitarbeiter der Haustechnik zur Verfügung. Größere Instandhaltungsmaßnahmen und vertraglich gesicherte Wartungsarbeiten von technischen Anlagen werden an entsprechende Fachfirmen vergeben.
    10.7.6 Hygienekonzept
    Die Einrichtung verfügt über ein Hygienekonzept und einen Hygienebeauftragten.
    11   Beirat
    Der Bewohnerbeirat in unserem Haus genießt eine große Wertschätzung. In regelmäßigen Sitzungen werden die Mitglieder des Beirates über Maßnahmen, die sie in der Einrichtung betreffen, umfassend informiert. Sie nehmen ihre Aufgabe als Sprachrohr für die Bewohner wahr und informieren die Geschäftsführung über Probleme und Anliegen der Bewohner des Hauses. Mitglieder des Beirates sind zusätzlich Sprecher für die unterschiedlichen Wohnbereiche im Haus. Der Bewohnerbeirat wird regelmäßig nach § 6 WTG gewählt.
    12   Brandschutz
    Das Haus Marienfeld verfügt über ein umfangreiches Brandschutzkonzept, das unter Mithilfe des Brandschutzbeauftragten und der zuständigen öffentlichen Stellen ständig aktualisiert wird.
    Im Rahmen des Brandschutzes wird beachtet, dass hierfür ständig Mitarbeiter (Ersthelfer) geschult werden.
    Es ist ein Ziel der Einrichtung mit den zuständigen örtlichen Feuerwehren möglichst oft eine praktische Übung vor Ort abzuhalten. Hier steht der Kontakt zum behinderten Menschen und dessen Vorbereitung als wichtigster Aspekt Pate.
    Entsprechende Alarm und Einsatzpläne liegen an allen relevanten Stellen vor.
    13   Medizinische Betreuung
    13.1 Allgemeinärztliche Versorgung
    Den Bewohnern der Einrichtung stehen alle Konsile in Form von Visiten im Haus und begleiteten Praxisbesuchen zur Verfügung.
    13.2 Freie Arzt- und Apothekenwahl
    Die vorgeschlagenen Ärzte und Apotheken verstehen sich als Angebot, die das Prinzip der freien Arzt- und Apothekenwahl nicht beeinflussen.
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