Einfache Sprache

Wohnen


Das Leben in einer Wohngruppe bedeutet für uns auf Bedürfnisse eines jeden einzelnen einzugehen, auf Lebensvorstellungen Rücksicht zu nehmen und einen vertrauensvollen Umgang zu pflegen. Ihre Betreuer begleiten und unterstützen Sie bei allen Dingen des Alltags. Ein Team von Mitarbeitern steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung. So erfahren Sie ein Maximum an individueller Betreuung und Sicherheit. Die Einzel- oder Doppelzimmer können nach Ihrem Geschmack eingerichtet werden. Jede Wohngruppe verfügt über einen zusätzlichen Gemeinschaftsraum, der als Wohn- oder Esszimmer oder für Tagesstrukturierung genutzt wird.

Wohnqualität
Die gesamte Einrichtung ist barrierefrei.
Die Leistungen werden in Form von stationär betreutem Wohnen im Einzelzimmer und Doppelzimmer angeboten. Wir erfüllen die gesetzliche Vorgabe, bis 31.07.2018 achtzig Prozent Einzelzimmer vor zu halten. Die Wohngruppen verfügen über eine ausreichende Zahl von Räumen für therapeutische Zwecke  und zur Freizeitgestaltung. Es stehen  flächendeckend Fernseh- und Internetanschlüsse zur Verfügung. Es sind behindertengerechte Sanitärräume wie Pflegebad und Toiletten vorhanden.

Wohnqualität der Zimmer
Ein Einzelzimmer verfügt mindestens über eine Wohnfläche von 14 Quadratmeter mit bewohnergerechtem Sanitärbereich. Ein Doppelzimmer verfügt mindestens über 24 Quadratmeter Wohnfläche mit bewohnergerechtem Sanitärbereich.
Die Ausstattung der Zimmer mit persönlichem Mobiliar ist möglich.
Jedes Zimmer verfügt über eine Rufanlage. In jedem Zimmer ist ein TV-Anschluss und Internetnutzung ist über WLAN möglich.

Sonstige Ausstattung
Die Einrichtung verfügt über ein entsprechend ausgestattetes Krisenzimmer.
Es stehen zwei Bettenaufzüge zur Verfügung. Im gesamten Einrichtungsbereich verteilen sich Sonnenterrassen.
Drei unabhängige Heizungsanlagen und mobile sowie stationäre Klimageräte sichern ein bewohnergerechtes Raumklima.
Im Außenbereich der Einrichtung sind Rasenflächen nutzbar, die Bänke und Sitzgruppen mit Tischen bieten. Verschiedene Angebote für therapeutisches Spiel und Freizeitaktivitäten sind möglich.

Verpflegung
Es wird ein wöchentlicher Speiseplan mit 3 verschiedenen Wahlmenüs angeboten. Grundsätzlich werden 5 Mahlzeiten angeboten.
Die Speisen werden im eigenen Haus zubereitet und bevorzugt als Warmkost gemeinsam in den Speise- und Gruppenräumen im Rahmen der therapeutischen Gruppen eingenommen. Auf Wunsch des Bewohners kann das Essen auch im Zimmer eingenommen werden.
Von der Beteiligung an gemeinschaftlichen Essen im Gruppenraum, bis zum Essen im persönlichen Bereich gibt es weitere Möglichkeiten, die den individuellen Ansprüchen weitgehend Rechnung tragen. Durch den Behinderungsgrad mancher Bewohner entsteht ein Anspruch auf spezielle  Sonderkostformen.
Bei Bedarf wird angeboten:
Cholesterinarme Kost, Vegetarische Menüs, wertberechnete Sonderkost zur gewichtskontrollierenden Ernährung, religiös motivierte Kostformen, etc.
Die Umsetzung produkt- und prozessspezifischen Maßnahmen zur Vermeidung von Gesundheitsgefahren nach den Prinzipien des HACCP-Konzeptes wird durch entsprechend geschulte Mitarbeiter gewährleistet.
Die notwendige Versorgung mit Getränken (Wasser, Tee, etc.) ist sichergestellt.
Bei der Zubereitung der Mahlzeiten werden die Bewohner nach persönlichen Fähigkeiten eingebunden.
Für den Trainingsbereich stehen Trainingsküchen zur Verfügung, in der sich die Bewohner hauswirtschaftliche Fähigkeiten aneignen, vertiefen und üben können.

Wäscheversorgung
Nach Bedarf oder Wunsch stellt die Einrichtung den Bewohnern die gesamte Bett- und Frotteewäsche zur Verfügung. Die anfallende Wäsche, ausgenommen nicht waschbare Textilien, wird in der wohnheimeigenen Wäscherei gewaschen und nach Möglichkeit instand gehalten.
Die gesamte Wäsche muss namentlich gekennzeichnet sein, was durch hauswirtschaftliches Personal erfolgt.
Auf Wunsch und im Rahmen der Verselbstständigung werden die Bewohner bei der Versorgung ihrer privaten Wäsche mit eingebunden. Für den Trainingsbereich stehen haushaltsübliche Geräte zur Verfügung.

Reinigung
Die Reinigung der Einrichtung wird grundsätzlich von hauswirtschaftlichem Fachpersonal durchgeführt. Im Rahmen des Selbstständigkeitstrainings können der persönliche Bereich, wenn nötig unter Anleitung der  Mitarbeiter, von den Bewohnern entsprechend ihren Fähigkeiten selbst gereinigt werden.
Aufnahmeverfahren
Aufgenommen werden vorrangig Personen aus dem Rhein-Sieg-Kreis auch auf Empfehlung und Beratung der KoKoBe Rhein-Sieg, des Leistungstyps LT10 und LT12.
Interessierte Personen erhalten Informationsmaterial über unsere Einrichtung. Im Gegenzug erhalten wir Informationen zur Erstellung eines individuellen und personenzentrierten Hilfeplans.
Als nächster Schritt folgt ein Informationsgespräch mit dem Ziel der Abklärung, ob der Bedarf des Interessenten und das Angebot der Einrichtung übereinstimmen. Ist dies der Fall, erhält der Interessent einen Platz auf der Warteliste der Einrichtung, über deren Stand er regelmäßig informiert wird.
Vor dem Einzug kommt es nochmals zu einem Gespräch mit Klärung der wichtigsten Aufträge für die Umsetzung des Umzugs; falls möglich, bereits mit einer Individuellen Hilfeplanung.
  1. Gespräch mit Hausinformation vor Ort
  2. Besuche beim Interessenten durch unsere Mitarbeiter
  3. Heimvertrag mit Leistungsbeschreibung wird zur Verfügung gestellt
  4. Der zukünftige Bewohner wir dem Beirat vorgestellt
  5. Endgültiges Aufnahmegespräch mit Abschluss des Heimvertrages

Auszug/Umzug
Bei Kündigung oder Änderung des Heimvertrages erfährt der Bewohner im Rahmen seiner Betreuung eine entsprechende Unterstützung für die Bewältigung seiner neuen Lebensumstände.

Besuche
Unsere Hilfeangebote sind so gestaltet, dass die Kontakte in der Familie, im Freundeskreis und im sozialen Umfeld erhalten und gepflegt werden können, beziehungsweise dass entsprechende soziale Bezüge neu entstehen.
Die Gestaltung der Kontakte der Bewohner zu Familie, Freundeskreis und sozialem Umfeld ist wesentlicher Teil in unserer Hilfeplanung. Somit gewährleisten wir die Teilhabe der Bewohner am sozialen Leben.
Eine begrenzte Besuchszeit ist nicht vorgesehen. Zentrale Ansprechpartner stehen zu den ausgewiesenen festen Sprechzeiten und auf besondere Vereinbarung zur Verfügung.

Krankenhausaufenthalt
Bei Krankenhausaufenthalt wird von uns die individuell notwendige Unterstützung gewährleistet.
Prozessqualität
Arbeitsmethoden und Förderplanung
Die Betreuung, Begleitung und Anleitung der behinderten Menschen im Haus Marienfeld erfolgt nach heilpädagogischen Grundsätzen. In einzelnen Förderbereichen wird der jeweilige persönliche Entwicklungsstand des behinderten Menschen beschrieben und davon ausgehend werden Entwicklungsziele formuliert, die jederzeit überprüf- und veränderbar sind.
Die Entwicklungsfortschritte werden regelmäßig überprüft und besprochen. Auf die Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen wird dabei immer Rücksicht genommen.

Heilpädagogische Prinzipien:
• realistische und erreichbare Teilziele formulieren
• in kleinsten Teilschritten vorgehen
• Lernstoff praxisnah und anschaulich vermitteln
• keine Hilfen geben, wo der behinderte Mensch alleine handeln kann
• sich immer an den Möglichkeiten des behinderten Menschen orientieren


Tagesablaufplanung
Der Tagesablauf wird in den einzelnen Wohngruppen gemäß den Bedürfnissen der Betreuten und den Anforderungen des täglichen Lebens gestaltet. Es wird darauf geachtet, dass für den Einzelnen genug Freiräume für unverplantes Leben und Erleben bestehen bleiben. Der Wechsel von Phasen der Ruhe und der Konzentration wird berücksichtigt.

Gruppensitzungen
Regelmäßig finden Gruppensitzungen statt. Die Gruppensitzungen bieten eine gute Möglichkeit für Betreute und Beschäftigte, den Alltag in der Einrichtung zu gestalten.

Jahresplanung
Bei den Planungen des Freizeit- und Beschäftigungsangebots werden unter anderem Themen aus dem Jahreskreis berücksichtigt. Feste und Feiern sind wichtige Höhepunkte im Verlauf des Jahres und werden bewusst und ereignisreich gestaltet.

Ergebnisqualität
Wichtigstes Kriterium zur Feststellung der Ergebnisqualität ist die Zufriedenheit der Bewohner und der Beschäftigten. Auch wenn sicher nie jeder zufrieden gestellt werden kann, wird eine möglichst hohe Zufriedenheit aller Beteiligten angestrebt.

Evaluation
In regelmäßigen Abständen wird die Arbeit in den einzelnen Gremien wie Teamsitzungen, Gruppensitzungen und Bewohnerbeirat, reflektiert.
Rückmeldung und Verbesserungsvorschläge können so zeitnah eingebracht werden.
Die regelmäßige Überprüfung der Konzeption und der Stellenbeschreibungen im zweijährigen Rhythmus bieten eine gute Möglichkeit, die eigene Arbeit kritisch zu hinterfragen.
Die Feststellung des individuellen Hilfebedarf IHP (auch nach dem Metzlerverfahren), Risikopläne und Entwicklungsberichte der einzelnen Betreuten werden ebenfalls im Abstanda von 2 Jahren überprüft und fortgeschrieben.

Qualitätssicherung
Die Einrichtung stellt Maßnahmen der Qualitätssicherung analog § 9 des
Rahmenvertrages gem. § 79 SGB XII sicher. Hierzu gehören u.a.: • Durchführung regelmäßiger Mitarbeiterbesprechungen
• Angebote zur internen und externen Fort- und Weiterbildung
• Praxisanleitung/Supervision
• Erstellung, Überprüfung und Fortschreibung von Förderplänen
• Dokumentation des Förder-, Betreuungs- und Pflegegeschehens
• Regelmäßiger Informationsaustausch mit Angehörigen und gesetzl. Betreuern
• Verfügbarkeit eines Qualitätshandbuches, in dem die wesentlichen organisatorischen und inhaltlich-konzeptionellen Grundlagen für die tägliche Arbeit sowie besonders qualitätsrelevante Prozesse (Aufnahmeverfahren, Förderplanung etc.) festgehalten sind.
Antragsteller des LT 10
Wohnangebote für Erwachsene mit geistiger Behinderung und hohem sozialen Integrationsbedarf

Zielgruppe des LT 10 sind erwachsene Menschen mit geistigen Behinderungen und
weiteren Beeinträchtigungen, deren soziale Integration erheblich und dauernd gestört ist und die dauerhaft auf stationäre Betreuung angewiesen sind.
Das Angebot richtet sich im Sinne der Sozialhilfe als Kostenträger und Vorgabe des SGB XII – Eingliederungshilfe an volljährige Personen, die nicht in der Lage sind, auch bei regelmäßiger Betreuung und Beratung ihren Lebensbereich weitgehend selbstständig zu gestalten.
Im Schwerpunkt des Betreuungsbedarfes stehen i.d.R. die fehlende oder gering ausgeprägte Integrationsfähigkeit, selbst- und fremdaggressives Verhalten, ausgeprägte Rückzugstendenzen, Verstimmungszustände, auf Ablehnung stoßende Verhaltensweisen.

Antragsteller des LT 12
Wohnangebote für Erwachsene mit komplexen Mehrfachbehinderungen

Zielgruppe des LT 12 sind erwachsene Menschen mit mehrfachen Behinderungen (im Sinne der Eingliederungshilfeverordnung), die eine nach Art und Intensität besonderen Betreuungsbedarf haben. Der Schwerpunkt des Hilfebedarfes liegt in der heilpädagogischen und pflegerischen Betreuung.
Das Angebot richtet sich im Sinne der Sozialhilfe als Kostenträger und Vorgabe des SGB XII – Eingliederungshilfe an volljährige Personen, die nicht in der Lage sind, auch bei regelmäßiger Betreuung und Beratung ihren Lebensbereich weitgehend selbstständig zu gestalten. Die Personen der Zielgruppen LT 10 und LT 12 sind dauerhaft und umfassend auf Hilfen angewiesen, und zwar:
- bei der individuellen Basisversorgung
- bei der Haushaltsführung
- bei der Gestaltung sozialer Beziehungen
- bei der Tagesgestaltung
- bei der Freizeitgestaltung
- bei der Kommunikation
- im psychosozialen Bereich
- im medizinischen und psychotherapeutischen Bereich
- im pflegerischen Bereich
- in der Schule, Ausbildung, Arbeit.
Das Haus Marienfeld kooperiert auf Trägerebene im Gremium „Mendener Kreis“. Weiter gestalten wir die Zusammenarbeit auf Projektebene mit der Einrichtung Webersbitze und der Lebensgemeinschaft Eichhof. Angegliedert findet die Zusammenarbeit mit den KoKoBe’s Rhein-Sieg und Oberberg statt.
Gremienarbeit ist nicht nur die Vertretung unserer Einrichtung nach außen, sondern bedeutet auch aktives Mitgestalten in der Region und im Landkreis.
In den Wohngruppen leben erwachsene Menschen in einem räumlich familiär strukturierten Rahmen.
Schwerpunkte unserer Arbeit nach ICF:

1. Lernen und Wissensanwendung
2. Allgemeine Aufgaben und Anforderungen
3. Kommunikation
4. Mobilität
5. Selbstversorgung
6. Häusliches Leben
7. Interpersonelle Interaktionen und Beziehungen
8. Bedeutende Lebensbereiche
9. Gemeinschafts-, soziales und staatsbürgerliches Leben

• Gemeinsame Planung und Gestaltung des Lebensraumes im eigenen Wohnraum und den Gemeinschaftsräumen
• Hinführen zur eigenverantwortlichen Körper- und Gesundheitspflege
• Einüben von lebenspraktischen Fertigkeiten und hauswirtschaftlichen Verrichtungen
• Hilfestellung bei der Selbstwahrnehmung, Identitätsfindung und Lebensbewältigung
• Auseinandersetzung mit der eigenen Behinderung und mit Vorurteilen Außenstehender
• Hilfe bei der Entwicklung einer individuellen Lebensperspektive unter Einbeziehung der gesetzlichen Betreuer und unter Berücksichtigung der Möglichkeiten und Grenzen des Einzelnen, mit dem Ziel der größtmöglichen selbstständigen Lebensqualität
• Unterstützung beim Umgang mit Hilfsmitteln und Medien
• Unterstützung der nonverbalen Kommunikation und anderer Modelle
• Vorbereitung auf Eingliederung in die Werkstatt für behinderte Menschen
• Tagesstrukturierende Maßnahmen
• Planung und Gestaltung der Freizeit
• Bei allen Hilfen sind Rahmenbedingungen erforderlich, die sich an der Normalität der individuellen Lebensführung der Betroffenen, insbesondere der Wahrung ihrer Intimsphäre bis hin zu ihren sexuellen Bedürfnissen orientieren.
• Bei dem Wunsch eine Lebenspartnerschaft zu führen, bieten wir Unterstützung.Dies geschieht unter der Voraussetzung von Vermeidung freiheitsentziehender Maßnahmen und Gewaltprävention.